Wir blicken zurück
auf 125 Jahre FF-Wurmbrand.

Von zaghaften Anfängen zu einer
modernen und schlagkräftigen Feuerwehr

    Die freiwillige Feuerwehr Wurmbrand wurde am 17. September 1893 gegründet. Der damalige Mannschaftsstand kann heute nur vermutet werden, da genaue Aufzeichnungen fehlen.

Durch Einträge im Inventarbuch, genauer gesagt durch die Verbuchung des Kaufes von 26 „Austriahelmen“, kann davon ausgegangen werden, dass mindestens 26 Wehrmänner die Feuerwehr Wurmbrand bildeten.

Erster Kommandant der Wehr war der Gastwirt Johann Traxler, der die Funktion von 1893 bis 1928 inne hatte.

Bereits ein Jahr nach der Gründung der Wehr, im Jahr 1894, wurde die erste Feuerwehrspritze angeschafft. Der damalige Anschaffungspreis betrug 423 Kronen. Diese Spritze ist noch heute im Besitz unserer Wehr und noch dazu voll funktionstüchtig. Die erste Motorspritze der Firma Gugg & Söhne aus Braunau am Inn wurde 1929 unter dem neuen Kommandanten Franz Kitzler angekauft.

Im Zeitraum von 1926 bis 1937 zählte man gar 27 Hausbrände. Während des zweiten Weltkrieges und in der Besatzungszeit leiteten die Kommandanten Ignaz Schraml, Franz Kitzler und Franz Koppensteiner die Geschicke der Feuerwehr. 1957 wurde Johann Eckl und anschließend, 1962, Ludwig Höbarth zum Kommandanten gewählt.

Das erste eigene Feuerwehrauto wude im Jahr 1953 angeschafft, der LKW Steyr 1500. Dieser war bis 1968 in Betrieb und wurde danach abgelöst von einem Ford Transit. 1963 erhielt Wurmbrand auch seine erste Sirene, welche vorerst noch am Hause Binder-Eckl montiert werden musste, da es zu diesem Zeitpunkt noch kein Feuerwehrdepot gab.

Die Bauzeit des neuen modernen Depots erstreckte sich über drei Jahre, von 1965 bis 1968, die Fertigstellung ging einher mit der Anschaffung des bereits erwähnten Ford Transit sowie einem Schlauchtrocknungsschrank und einem Funkgerät.

Seit 1989 verfügt die Wehr über ein Tanklöschfahrzeug 2.000 „Mercedes 1120“ mit Seilwinde und Notstromaggregat. Dieses Tanklöschfahrzeug ist auch heute noch im Einsatz. In regelmäßigen Abständen wurde es immer wieder saniert und um diverse Geräte erweitert, so zB im Jahr 1995 um eine Schaumausrüstung, um den heutigen Anforderungen des Feuerwehrwesens zu entsprechen. Beide Fahrzeuge sind im 1968 fertiggestellten und in den Achtzigerjahren erweiterten Feuerwehrhauses untergebracht, welches seit dem auch über ein Büro und einen Sitzungssaal verfügt.
 

Nach Fertigstellung des Depots wurde die Sirene vom Haus Binder-Eckl auf das FF Depot überstellt.

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Unter Kommandant Helmut Gintner, welcher von 1966 bis 1985 unsere Feuerwehr leitete, konnten im Jahr 1977 die ersten schweren Atemschutzgeräte der Marke Auer angekauft werden. Weiters erhielt die Wehr 1980 eine neue VW Motorspritze. 2001 wurde unter Kommandant Herbert Böhm, welcher die Funktion bis 2006 inne hatte, ein neues Mannschaftstransportfahrzeug angekauft. Ein gebrauchter Toyota Bus wird umgebaut und als Feuerwehrfahrzeug adaptiert. Um die Gerätschaften wie Tragkraftspritze, Schläuche usw. transportieren zu können, schaffte die Feuerwehr dazu einen
Anhänger an. 

2001 wurde Katharina Fessl als erste Frau in unserer Wehr aufgenommen. Somit galten wir als Vorreiter im gesamten Abschnitt. Mittlerweile zählen wir vier Frauen zu unseren Mitgliedern. 2002 investierte man in neue schwere Atemschutzgeräte. Die alten wurden gegen neue moderne Überdruckgeräte der Type Dräger PSS 90 ausgetauscht. 2003 wurde das FF-Haus neu renoviert und mit dem Grisu- Logo neu gestaltet.
2009 wurde von der aufgelösten Feuerwehr Albern eine Tragkraftspritze Rosenbauer Fox 1, Baujahr 1995 angekauft und die alte VW Motorspritze ersetzt. 2014 konnte das Mannschaftstransportfahrzeug durch einen neuen Bus der Marke VW T5 ersetzt werden. Unter Kommandant Erich Fuchs wurde auch die gesamte persönliche Schutzausrüstung auf den neuesten Stand gebracht.